Die Gelbe Tonne. Ein Update.

18. Februar 2021

Bereits im Vorfeld unseres Antrages zur Prüfung der bestehenden Entsorgungsvereinbarungen erreichten uns unzählige Zuschriften, Kommentare und persönliche Gespräche zum Thema „Gelbe Tonne“. Die Mehrheit der Bürger*innen im Landkreis sind mit der bestehenden vierwöchigen Entleerung alles andere als einverstanden. Aber auch nach Veröffentlichung des Antrages kommt das Thema bei uns nicht zur Ruhe.

Neben der breiten Zustimmung zum Antrag aus der Bevölkerung, hat sich aber auch noch etwas anderes gezeigt: Auch in anderen Kommunen regt sich Widerstand.“, erklärt Kreisrat Tobi Grimm, Initiator des Vorhabens. „Ich habe tatsächlich aus dem Rheinland eine Anfrage bekommen, ob wir unseren Antrag als Muster und Orientierung für den eigenen zur Verfügung stellen könnten.“, sagt Grimm und fügt hinzu: „Das hat mich stutzig gemacht. Wird uns nicht erzählt, die vierwöchige Leerung sei in anderen Landkreisen gar kein Problem?“

Sicherlich ist es sinnvoll erst einmal auf den eigenen Landkreis zu schauen, aber dennoch lohnt ein kurzer Blick ins Internet. „Das Problem haben wir nicht exklusiv. Aachen, Augsburg, Ludwigshafen, usw. – Überall gibt es Ärger über den Entleerungszeitraum, verspätete Leerungen, und mehr.“, erläutert Tobi Grimm. Hinzu kommt die zum Teil nicht nachvollziehbaren Tonnengrößen, „die auch schon in Leserbriefen in der Mainpost ein Thema waren.“, so Grimm weiter.

Auch die drohende Geruchsbelästigung in den Sommermonaten durch Speisereste in den Verpackungen wird oft als Argument genannt. Umgehen kann man dies durch Ausspülen der Becher und Schalen. „Mit Trinkwasser, das ich ja auch sparsam verwenden soll. Was habe ich also gewonnen?“ – Ein Zitat, dass der SPD-Kreisrat aus Estenfeld auch oft hört.

Es bleibt weiterhin das Ziel Plastikmüll zu vermeiden und die Einführung der gelben Tonne ist mit Sicherheit eine gute und angenehme Sache für die Bürgerinnen im Landkreis Würzburg. Auch die SPD-Fraktion stellt den Sinn der Tonne nicht in Frage, aber die Reaktionen der Bürgerinnen lassen die Vermutung zu, dass das Thema nicht richtig zu Ende gedacht sei und weiterer Diskussion bedarf.

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