Sozialdemokraten wollen neues Begegnungszentrum in der Kartause

16. Oktober 2019

Vor drei Jahren konnte die Gemeinde Estenfeld auf Betreiben der SPD das Grundstück der Kartause erwerben. Die Estenfelder SPD stellt sich dort nun ein neues Begegnungszentrum mit Rathaus sowie Räumen für Vereine und Gastronomie vor.

Der Zweite Bürgermeister und Estenfelder SPD-Vorsitzende Joachim Sadler hieß die Sozialdemokraten um die stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer und den Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib in Estenfeld willkommen, um Ihnen diese Ideen vor Ort vorzustellen.

Dabei schilderte Sadler den Mitgliedern des SPD-Kreisvorstandes zunächst den langen und komplizierten Weg zum Kauf der Kartause durch die Gemeinde. Dabei habe sich die SPD-Fraktion im Gemeinderat stets den Kauf des Grundstückes eingesetzt: „Dabei konnten wir auch immer auf die Unterstützung des Freundeskreises und vieler engagierten Bürger bauen. Für uns alle ist die Kartause ein Herzensprojekt“, so Sadler. Deswegen gelte es nun auch, endlich die Pläne für das Grundstück zu entwickeln und umzusetzen.

Ziel der Sozialdemokraten sei ein neues Rathaus in der Kartause zu realisieren. „Das aktuelle Verwaltungsgebäude ist ohnehin stark sanierungsbedürftig und nicht mehr zeitgemäß. Um an gleicher Stelle ein barrierefreies, modernes Rathaus zu errichten, wären ebenfalls hohe Investitionen nötig und zusätzlicher Grunderwerb müsse getätigt werden. Ein Rathaus-Neubau in der Kartause wäre auch nicht viel aufwendiger“, zeigt sich Sadler überzeugt.

Estenfeld_Kartause
Zweiter Bürgermeister Joachim Sadler (7. von links) präsentierte Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib (3. von links), stellvertretender Landrätin Christine Haupt-Kreutzer (5. von links) und den Mitgliedern des SPD-Kreisvorstandes die Vorstellungen der Estenfelder SPD für die Kartause (Foto: Thorsten Reppert)

Der historische Gebäudekomplex fungierte dabei bereits bis ins Spätmittelalter als zentraler Verwaltungsort für die Kartäuser. Durch Brandstiftung im Jahr 2018 wurde die Substanz des Gebäudes beschädigt. Dennoch bleibe es Ziel, das historische Ensemble der Kartause zu erhalten und wiederherzustellen, so Sadler weiter. Neben einem neuen Rathaus könnten Vereinsräume sowie Gastronomieflächen geschaffen werden. Der Freundeskreis könnte sich eine kleine Bierbrauerei in der Kartause vorstellen. Sadler sieht in den Scheunenbauten zudem die Möglichkeit einen Veranstaltungsraum für 20 bis 200 Personen zu integrieren. Damit soll die Kartause zum neuen Begegnungsort für Estenfeld werden. Die Größe des Areals sowie die Nähe zum Altort sind hierfür eine gute Voraussetzung.

Die stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer, der Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib und die Sozialdemokraten aus dem Landkreis Würzburg zeigten sich von den Ideen der Estenfelder SPD überzeugt. Sie wollen das Projekt im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter unterstützen, um bei der Kartause endlich die nächsten Schritte zu gehen.

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